Der B2B-Einkauf verändert sich grundlegend. Die heutigen B2B-Einkäufer:innen – überwiegend Millennials – bevorzugen es, ihre Bestellungen und Konten online zu verwalten. Sie erwarten Einkaufserlebnisse, die ihrem privaten Online-Shopping ähneln. Eine Studie des ECC Köln unterstreicht diesen Wandel hin zur Online-Bestellung: 83 % der B2B-Einkäufer:innen wünschen sich die Möglichkeit, den Bestellprozess ganz oder teilweise eigenständig online abzuwickeln. Für B2B-Unternehmen ist es daher unerlässlich, ihre Einkaufserlebnisse an diese Anforderungen anzupassen, um in einem hart umkämpften Markt relevant zu bleiben.
Shopify ermöglicht ein herausragendes Self-Service-Erlebnis über Kundenkonten. Im Rahmen der Winter '25 Edition hat Shopify B2B-Kundenkonto-Erweiterungen eingeführt. Diese ermöglichen es Unternehmen, das Kundenkonto-Erlebnis mithilfe von Drittanbieter-Apps aus dem Shopify App Store sowie individuell entwickelten Apps zu erweitern. Mit diesen Apps können Unternehmen neue Funktionen einführen, die B2B-Einkäufer:innen dabei unterstützen, mehr Bestellprozesse eigenständig online abzuwickeln. Das spart Zeit bei bestellbezogenen Aufgaben und reduziert die Notwendigkeit, den Kundenservice oder das Vertriebsteam zu kontaktieren.
Kundenkonten im B2B-Bereich verstehen
Was sind Kundenkonten?
Kundenkonten sind ein grundlegendes Feature von B2B auf Shopify und erfüllen zwei zentrale Anforderungen für B2B-Unternehmen:
- Sie ermöglichen es Einkäufer:innen, sich einzuloggen, bevor sie auf B2B-spezifische Informationen wie Produkte und Preise zugreifen. So wird sichergestellt, dass nur autorisierte Nutzer:innen Großhandelsangebote sehen.
- Sie geben Einkäufer:innen Einblick in ihre Bestellhistorie und Kontoinformationen, sodass sie vergangene Käufe einsehen, frühere Bestellungen duplizieren und jederzeit auf ihre Kontodaten zugreifen können.
Nach der Authentifizierung können Einkäufer:innen vom Kundenkonto zur Storefront wechseln, um Produkte zu durchstöbern und Bestellungen aufzugeben.
Warum sind Kundenkonten so wichtig?
Der Wunsch nach Self-Service unter B2B-Einkäufer:innen ist eindeutig. Kundenkonten machen das eigenständige Bestellen auf Shopify mühelos möglich. Einkäufer:innen schätzen die Bequemlichkeit, Bestellungen, Rechnungen, Zahlungen und Kontoinformationen selbstständig zu verwalten, ohne stunden- oder tagelang auf eine Antwort des Vertriebsteams warten zu müssen. Dadurch können sich Vertriebsmitarbeiter:innen stärker auf strategische Gespräche mit ihren Kund:innen konzentrieren, etwa zu Produktschulungen, Markttrends und mehr.
Allerdings müssen Unternehmen sicherstellen, dass die Online-Bestellung nicht nur eine Option ist, sondern die beste verfügbare Option für Einkäufer:innen. Nur so lässt sich Self-Service-Einkauf erfolgreich einführen. Die Studie des ECC Köln hat gezeigt, dass 83 % der Einkäufer:innen es bevorzugen, ihre Bestellungen selbst online aufzugeben. Gleichzeitig zeigt der B2B-Marktmonitor 2025 der IFH Köln auch, dass sie keine Lösungen akzeptieren, die den Bestellprozess verkomplizieren. Die Erkenntnis daraus? Benutzerfreundlichkeit und der Gesamtnutzen einer neuen Lösung sind entscheidend für die Akzeptanz bei Einkäufer:innen. Wenn neue Optionen schwer zu bedienen sind oder wichtige Funktionen fehlen, kehren Einkäufer:innen zu gewohnten Bestellmethoden zurück.
Hinzu kommt, dass im B2B-Bereich deutlich häufiger bestellt wird als im Direct-to-Consumer-Geschäft (DTC). Eine englischsprachige Forrester-Umfrage ergab etwa, dass über 50 % der B2B-Einkäufer:innen mindestens einmal täglich bestellen. 32 % geben sogar mehrmals am Tag Bestellungen auf. B2B-Einkäufer:innen nutzen Kundenkonten daher wesentlich häufiger, da sie sich einloggen müssen, um Bestellungen aufzugeben und auf Kontoinformationen zuzugreifen. Dementsprechend spüren sie jede Reibung im Prozess sehr schnell und wiederholt, wenn sie nicht zeitnah behoben wird.
Was ändert sich?
Shopify deckt die meisten B2B-Anwendungsfälle mit den standardmäßig in Kundenkonten integrierten Funktionen ab. Einige spezifische Anforderungen lassen sich damit jedoch nicht erfüllen, und bisher waren die Anpassungsmöglichkeiten begrenzt. Unternehmen können jetzt genau die Kundenkonto-Erlebnisse schaffen, die ihre Einkäufer:innen benötigen. Und zwar ohne, dass sie manuelle, plattformfremde Prozesse oder mehrere Systeme für dasselbe Ziel nutzen müssen.
Was sind B2B-Kundenkonto-Erweiterungen und wie funktionieren sie?
B2B-Kundenkonto-Erweiterungen ermöglichen es Unternehmen, Kundenkonten mithilfe von Apps anzupassen, damit Einkäufer:innen Zugang zu allem haben, was sie für effektiven Self-Service benötigen. Mit diesen Apps können Unternehmen schnell neue Funktionen in drei zentralen Bereichen der Kundenkonten aktivieren:
- Bestellübersicht
- Bestellstatus-Seite
- Profilseite
Darüber hinaus kannst du mit den entsprechenden Apps neue Seiten für erweiterte B2B-Workflows erstellen, wenn du die B2B-Kundenkonto-Erweiterungen nutzt.

Mit der App O: Request a Quote | Hide Price können Unternehmen beispielsweise eine neue Seite speziell für Angebote im Kundenkonto hinzufügen. Auf dieser Seite können Einkäufer:innen einfach zwischen Bestellungen und Angeboten unterscheiden und Angebotsanfragen eigenständig online stellen.
Drittanbieter-Apps mit B2B-Kundenkonto-Erweiterungen
Im Rahmen der Einführung von B2B-Kundenkonto-Erweiterungen hat Shopify eng mit einer Reihe von Partner:innen zusammengearbeitet, um sicherzustellen, dass deren Apps sofort einsatzbereit sind. Hier sind einige Beispiele für B2B-spezifische Apps, die B2B-Kundenkonto-Erweiterungen nutzen:
O: Request a Quote | Hide Price

Ermögliche es Einkäufer:innen, Angebote online anzufordern und zu verhandeln. Das vereinfacht den Angebotsprozess und zentralisiert ihn auf einer einzigen Commerce-Plattform.
Sufio
Biete Einkäufer:innen die Möglichkeit, Rechnungen für ihre Bestellungen direkt im Kundenkonto anzuzeigen oder herunterzuladen.

Die Option „Rechnung anzeigen” leitet Einkäufer:innen zu einer Online-Version ihrer Rechnung weiter, die sie herunterladen oder ausdrucken können. Die Option „Rechnung herunterladen” ermöglicht den direkten Download als PDF. Bestellaktions-Links können in eine von sieben unterstützten Sprachen übersetzt werden, basierend auf dem Standort der Einkäufer:innen.
Upro
Beschleunige den Checkout-Prozess für große Sammelbestellungen, indem Einkäufer:innen Warenkörbe per CSV hochladen können. Einkäufer:innen können zugewiesene Kataloge exportieren, um verfügbare Produkte und Mengen einzusehen. Nach Anpassung der Tabelle mit den gewünschten SKUs und Mengen können sie die CSV-Datei hochladen, um einen Warenkorb im Kundenkonto zu erstellen.

On the Business Portal
Ermögliche es Einkäufer:innen, den Unternehmensstandort, für den sie einkaufen, direkt in ihrem Kundenkonto zu wechseln. Sie können einen Warenkorb direkt aus dem Kundenkonto heraus erstellen, ohne zur Storefront navigieren zu müssen.
Und das ist noch nicht alles! Entdecke weitere Drittanbieter-Apps im neuen App-Leitfaden für B2B-Kundenkonto-Erweiterungen.
App-Leitfäden zeigen gängige Anwendungsfälle auf, die sofort durch die Installation einer App aus dem Shopify App Store unterstützt werden können. Shopifys Partner:innen veröffentlichen in den kommenden Monaten zudem zahlreiche neue und aktualisierte Apps, die die Flexibilität der B2B-Kundenkonto-Erweiterungen nutzen.
Fazit
Da sich B2B-Einkaufspräferenzen zunehmend ins Digitale verlagern, ist es entscheidend, Einkäufer:innen personalisierte digitale Erlebnisse zu bieten, um mit dem sich rasant entwickelnden Markt Schritt zu halten. B2B-Kundenkonto-Erweiterungen vergrößern Shopifys Self-Service-Funktionen, begeistern Einkäufer:innen und verbessern die operative Effizienz.
Häufig gestellte Fragen zu B2B-Kundenkonto-Erweiterungen
Was sind B2B-Kundenkonto-Erweiterungen?
B2B-Kundenkonto-Erweiterungen ermöglichen es Unternehmen, das Kundenkonto-Erlebnis mithilfe von Drittanbieter-Apps anzupassen und neue Features und Funktionen für ein effektiveres Self-Service-Erlebnis für B2B-Einkäufer:innen hinzuzufügen.
Warum sind Self-Service-Funktionen im B2B-Bereich wichtig?
B2B-Einkäufer:innen bevorzugen Self-Service, weil es bequemer ist, Bestellungen und Konten eigenständig online zu verwalten. Traditionelle Methoden wie E-Mail und Telefon erfordern dagegen die Unterstützung durch Vertriebsmitarbeiter:innen, was den Prozess für Einkäufer:innen umständlicher macht.
Können Unternehmen eigene Apps für B2B-Kundenkonto-Erweiterungen entwickeln?
Ja, Unternehmen können mit B2B-Kundenkonto-Erweiterungen individuelle Apps entwickeln, die auf ihre spezifischen Anforderungen zugeschnitten sind.
Welche Funktionen können über B2B-Kundenkonto-Erweiterungen hinzugefügt werden?
Über B2B-Kundenkonto-Erweiterungen lassen sich viele Features integrieren. Gängige Anwendungsfälle umfassen Rechnungsfunktionen, Angebotstools und Funktionen für Sammelbestellungen.




