Eine Landingpage unterscheidet sich von anderen Seiten deiner Website. Sie verfolgt ein bestimmtes Ziel und enthält alles, was Besucher:innen brauchen, um die gewünschte Handlung auszuführen. Vielleicht möchtest du, dass sie sich für deinen Newsletter anmelden, deine App herunterladen oder ein Produkt kaufen.
Egal, ob du dein Unternehmen auf Social Media oder mit Google Ads bewirbst: Eine gut gestaltete Landingpage kann dir helfen, mehr aus deinen Marketingkampagnen herauszuholen. In diesem Leitfaden erfährst du, wie du Landingpages erstellst, Leads generierst und deine Conversion Rate steigerst.
Was ist eine Landingpage?
Eine Landingpage ist eine eigenständige Seite, auf der potenzielle Kund:innen zum Beispiel über eine Marketingkampagne landen. Sie soll Besucher:innen zu einer bestimmten Handlung bewegen, etwa zum Kauf eines Produkts, zum Download einer App, zum Start einer kostenlosen Testversion oder zur Anmeldung für ein Abo oder einen Newsletter.
Typische Merkmale einer Landingpage sind:
- ein klarer Fokus auf ein einziges Ziel
- wenige oder keine ablenkenden Links und Navigationselemente
- eine enge Abstimmung auf die Kampagne, über die Besucher:innen auf die Seite gelangen
Welche Inhalte du auf deiner Landingpage platzierst, hängt von deiner Kampagne und deinem Ziel ab. Gute Landingpages enthalten jedoch meist einige zentrale Elemente:
- Überschrift: Sie bringt dein Angebot oder den wichtigsten Vorteil auf den Punkt.
- Unterüberschrift: Sie ergänzt die Überschrift und erklärt dein Nutzenversprechen genauer.
- Call to Action (CTA): Ein Button oder Link zeigt Besucher:innen, was sie als Nächstes tun sollen, zum Beispiel „Kostenlos testen“ oder „Jetzt kaufen“.
- Hero-Bild oder Video: Es zeigt dein Produkt oder deine Dienstleistung prominent im oberen Seitenbereich.
- Social Proof: Kundenbewertungen, Erfahrungsberichte oder Testimonials schaffen Vertrauen.
- Formularfelder: Sie erfassen Namen, E-Mail-Adressen oder andere Informationen, wenn du Leads generieren möchtest.
Landingpage vs. Homepage: Was ist der Unterschied?
Homepages und Landingpages sind beides Seiten deiner Website. Sie erfüllen jedoch unterschiedliche Aufgaben. Die folgende Übersicht zeigt dir, worin sie sich hinsichtlich ihrer Ziele, Handlungsaufforderungen und Gestaltung unterscheiden.
| Homepage | Landingpage | |
|---|---|---|
| Ziel | Markenpräsentation und Überblick über das gesamte Angebot. | Bewerbung eines konkreten Angebots oder einer Kampagne. |
| CTAs | Mehrere CTAs mit unterschiedlichen Zielen. | Ein zentraler CTA, der sich auf der Seite wiederholen kann. |
| Design | Mehrere Abschnitte, Navigation zu Unterseiten und Links zu weiteren Inhalten. | Reduzierte Navigation und wenige Links, die vom eigentlichen Ziel ablenken. |
Ziele
Deine Homepage lädt Besucher:innen dazu ein, deine Marke kennenzulernen und dein Angebot zu entdecken. Sie vermittelt die Vision und Geschichte deines Unternehmens und bietet einen Überblick über deine Produkte und Dienstleistungen. Verschiedene CTAs führen beispielsweise zu deinem Sortiment, deinem Blog oder deinen Kontaktmöglichkeiten.
Mit einer Landingpage kannst du dagegen gezielt einzelne Angebote oder Kampagnen bewerben. Vielleicht möchtest du ein neues Produkt vorstellen, Anmeldungen für eine kostenlose Testversion gewinnen oder Marketingmaterial zum Download anbieten. Auch die Anmeldung über ein Kontaktformular kann im Mittelpunkt stehen.
Design-Elemente
Homepage-Designs sind in der Regel komplexer als Landingpages. Eine Homepage bietet deinen Kund:innen verschiedene Möglichkeiten, dein Unternehmen kennenzulernen. Neben deinen Produkten und Dienstleistungen findest du dort etwa Kundenbewertungen, Informationen zu deiner Mission, Blogbeiträge oder Videos. Dazu kommen eine übersichtliche Navigation sowie Links zu weiteren Bereichen wie dem Kundenservice, Stellenangeboten oder deinen Social-Media-Kanälen.
Im Gegensatz dazu sind Landingpage-Designs meist kompakter aufgebaut. Statt einer umfangreichen Navigation stehen das beworbene Angebot, seine Vorteile und die wichtigsten Informationen für die Kauf- oder Anmeldeentscheidung im Vordergrund. Zusätzliche Links und Navigationselemente werden auf das Nötigste reduziert.

CTA-Buttons
Ein klarer Call to Action (CTA) gehört zu den wichtigsten Elementen einer Landingpage. Er fordert Besucher:innen zu einer bestimmten Handlung auf, etwa ein Formular auszufüllen oder ein Produkt zu kaufen. Der Button-Text sollte kurz und verständlich sein, zum Beispiel „Jetzt kaufen“, „Kostenlos testen“ oder „15 % Rabatt sichern“.
Ein Bekleidungsgeschäft könnte etwa mit dem CTA „15 % Rabatt sichern“ auf eine Newsletter-Anmeldung aufmerksam machen. Ergänzend erklärt ein kurzer Text den Vorteil: „Melde dich für unseren Newsletter an und spare 15 % auf deine erste Bestellung.“
Platziere deinen CTA gut sichtbar und wiederhole ihn bei längeren Landingpages an passenden Stellen. Besonders sinnvoll ist eine Platzierung im oberen Seitenbereich, dem sogenannten „Above the Fold“. Damit ist der Bereich gemeint, den Besucher:innen direkt nach dem Aufrufen der Seite sehen, ohne nach unten zu scrollen.
Arten von Landingpages
Nicht jede Landingpage erfüllt denselben Zweck. Je nachdem, ob du Leads generieren, Produkte verkaufen oder über Suchmaschinen neue Kund:innen erreichen möchtest, eignen sich unterschiedliche Arten von Landingpages.
Landingpages zur Leadgenerierung
Eine Lead-Generation-Landingpage, auch Lead-Capture- oder Squeeze-Page genannt, soll potenzielle Kund:innen dazu bewegen, ein Formular auszufüllen. Dabei werden meist Kontaktdaten wie E-Mail-Adressen oder Telefonnummern erfasst. Je nach Ziel kannst du hier auch weitere Informationen zu deiner Zielgruppe abfragen.
Mit einer solchen Landingpage kannst du deine E-Mail-Liste aufbauen, mehr über deine Zielgruppe erfahren und wertvolle Kontakte für zukünftige Marketingkampagnen gewinnen. Im Gegenzug für ihre Daten erhalten Besucher:innen häufig einen konkreten Mehrwert, etwa ein kostenloses E-Book, hilfreiche Materialien, einen Rabattcode oder Zugang zu einem Webinar.
Mit Shopify Forms kannst du individuell anpassbare Formulare in deine Landingpage integrieren und die erfassten Kundendaten direkt in deinem Shopify-Adminbereich verwalten.
Click-Through-Landingpages
Click-Through-Landingpages bereiten Besucher:innen auf den nächsten Schritt vor, beispielsweise den Kauf eines Produkts oder den Abschluss eines Abonnements.
Anders als Lead-Generation-Landingpages verzichten sie in der Regel auf Formulare zur Datenerfassung. Stattdessen führen CTA-Buttons wie „Jetzt kaufen“ oder „Jetzt starten“ direkt zur Produktseite, zum Checkout oder zur Anmeldung. Um Besucher:innen von deinem Angebot zu überzeugen, kannst du zum Beispiel die wichtigsten Produktvorteile, eine kostenlose Testversion oder ein zeitlich begrenztes Sonderangebot hervorheben.
SEO-Landingpages
Eine SEO-Landingpage ist darauf ausgelegt, in den organischen Suchergebnissen sichtbar zu werden und eine bestimmte Suchanfrage zu beantworten. Anders als Landingpages für bezahlte Anzeigen oder einzelne Marketingkampagnen gewinnt sie Besucher:innen vor allem über Suchmaschinen.
Während Kampagnen-Landingpages häufig nur für einen begrenzten Zeitraum relevant sind, bleiben SEO-Landingpages meist langfristig online. Dafür sollten sie auf relevante Suchbegriffe ausgerichtet sein, die Suchintention der Nutzer:innen erfüllen und hilfreiche Inhalte bieten.
Für Landingpages für E-Commerce-SEO sind besonders diese Maßnahmen wichtig:
- Wähle ein passendes, langfristig relevantes Keyword: Richte die Seite auf einen Suchbegriff aus, nach dem deine Zielgruppe regelmäßig sucht, etwa eine Produktkategorie oder eine häufig gestellte Frage.
- Verwende eine beschreibende URL und einen klaren Seitentitel: So erkennen Nutzer:innen und Suchmaschinen schneller, worum es auf deiner Seite geht.
- Erstelle einzigartige und hilfreiche Inhalte: Biete deiner Zielgruppe relevante Informationen und vermeide kopierte oder nur leicht umformulierte Inhalte.
- Ergänze beschreibende Alt-Texte für Bilder: Sie machen Bildinhalte für Menschen mit Screenreadern zugänglich und helfen Suchmaschinen, die Bilder besser einzuordnen.
- Verlinke auf verwandte Seiten deiner Website: Interne Links helfen Besucher:innen und Suchmaschinen, passende Produkte, Kollektionen und weiterführende Inhalte zu finden.
In diesem Video lernst du (auf Englisch) die wichtigsten Aspekte einer erfolgreichen Landingpage kennen:
Vorteile von Landingpages
Mit einer gut gestalteten Landingpage kannst du mehr aus deinen Marketingmaßnahmen herausholen. Die wichtigsten Vorteile im Überblick:
- Leads generieren: Gewinne wertvolle Kontakte, baue deine E-Mail-Liste auf und lerne deine Zielgruppe besser kennen.
- Markenbekanntheit steigern: Mache neue Interessent:innen auf deine Marke aufmerksam und stärke mit hilfreichen Inhalten die Bindung zu bestehenden Kund:innen.
- Conversions erhöhen: Präsentiere passende Angebote und erleichtere Besucher:innen mit klaren Handlungsaufforderungen den Kauf oder die Anmeldung.
11 Best Practices für Landingpages
- Halte es so einfach wie möglich
- Schreibe überzeugende Texte
- Baue Social Proof ein
- Optimiere deine Landingpages für Suchmaschinen
- Biete ein klares Nutzenversprechen
- Integriere visuelle Elemente
- Gestalte deine Landingpages mobilfreundlich
- Priorisiere die Ladegeschwindigkeit der Landingpage
- Bleib bei einem CTA
- Erstelle mehrere ergänzende Landingpages
- Teste deine Landingpage mit A/B-Tests
Die durchschnittliche Conversion Rate von E-Commerce-Landingpages liegt bei 4,2 %. Mit der richtigen Gestaltung und regelmäßigen Optimierungen kannst du die Ergebnisse deiner Landingpage verbessern. Dabei lohnt es sich, verschiedene Elemente wie Überschriften, Handlungsaufforderungen und Formulare zu testen und zu optimieren. Die folgenden Best Practices zeigen dir, worauf es ankommt.
1. Halte es so einfach wie möglich
Bei Landingpages gilt: Weniger ist mehr. Setze auf ein übersichtliches Design, verständliche Texte und eine klare Struktur. Beschränke dich auf die wichtigsten Inhalte und nutze bei Bedarf Aufzählungen, damit Besucher:innen die Informationen schnell erfassen können.
2. Schreibe überzeugende Texte
Eine erfolgreiche Landingpage braucht aussagekräftige Texte für Überschriften, Unterüberschriften und Beschreibungen, die den Nutzen deines Angebots deutlich machen. Verwende kurze Sätze, aktive Formulierungen und einen selbstbewussten Ton. Achte besonders auf deine CTA-Buttons: Statt allgemeiner Begriffe wie „Absenden“ oder „Vervollständigen“ eignen sich konkrete Handlungsaufforderungen wie „Jetzt anmelden“, „Jetzt kaufen“ oder „Rabatt sichern“.
3. Baue Social Proof ein
Social Proof beschreibt den Einfluss, den die Erfahrungen und Meinungen anderer Menschen auf unsere Entscheidungen haben. Diesen Effekt kannst du auf deiner Landingpage nutzen, indem du Kundenbewertungen, Testimonials oder Fallstudien einbindest. Sie zeigen, welche Erfahrungen andere mit deinem Angebot gemacht haben, und schaffen Vertrauen.
Achte darauf, dass Bewertungen und Testimonials echt sind und von Kund:innen stammen, die dein Produkt tatsächlich genutzt haben. Wenn eine Empfehlung durch eine Bezahlung, ein kostenloses Produkt oder eine andere geschäftliche Verbindung beeinflusst wurde, solltest du dies klar kennzeichnen. Wichtig: Diese Hinweise dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine Rechtsberatung. Bei rechtlichen Fragen hilft dir eine anwaltliche Beratung.
4. Optimiere deine Landingpages für Suchmaschinen
Mit Suchmaschinenoptimierung (SEO) kannst du dafür sorgen, dass potenzielle Kund:innen deine Landingpage leichter über Google und andere Suchmaschinen finden. Verwende dafür relevante Keywords in deinen Überschriften und Texten. So kannst du deine Sichtbarkeit in den organischen Suchergebnissen verbessern und mehr Besucher:innen erreichen.
Wähle Keywords, die zu den Bedürfnissen deiner Zielgruppe und dem Nutzen deines Angebots passen. Betreibst du etwa einen Online-Möbelshop, könnten Begriffe wie „hochwertige Sofas“ die Langlebigkeit deiner Produkte hervorheben. Mit „multifunktionale Möbel“ sprichst du dagegen gezielt Menschen an, die nach platzsparenden Lösungen für kleine Wohnungen suchen.
5. Biete ein klares Nutzenversprechen
Zeige Besucher:innen auf den ersten Blick, welchen Vorteil ihnen dein Angebot bietet. Das kann beispielsweise eine kostenlose Ressource, ein Rabattcode oder ein unterhaltsamer Inhalt sein. Formuliere deine Value Proposition klar, platziere sie gut sichtbar auf deiner Landingpage und achte darauf, dass dein Angebot dieses Versprechen auch erfüllt.
6. Integriere visuelle Elemente
Bilder und Videos können Informationen oft schneller und anschaulicher vermitteln als reine Texte. Produkt-Screenshots, Illustrationen, Fotos, GIFs oder Videos machen deine Landingpage abwechslungsreicher und helfen Besucher:innen, dein Angebot besser zu verstehen.
Nutze visuelle Inhalte dabei gezielt: Zeige dein Produkt in der Anwendung, demonstriere eine Funktion oder lockere längere Textabschnitte auf. So machst du wichtige Informationen leichter zugänglich.
7. Gestalte deine Landingpages mobilfreundlich
Da fast 60 % des weltweiten Webtraffics über mobile Geräte entstehen, solltest du deine Landingpage auch für Smartphones und Tablets optimieren. Achte darauf, dass Texte gut lesbar, Bilder richtig dargestellt und CTA-Buttons leicht zu bedienen sind. So sorgst du für eine angenehme User Experience und erleichterst mobilen Besucher:innen die Conversion.
8. Priorisiere die Ladegeschwindigkeit der Landingpage
Wenn du Besucher:innen auf deine Landingpage bringst, sollte sie möglichst schnell laden. Lange Ladezeiten können dazu führen, dass potenzielle Kund:innen die Seite wieder verlassen, bevor sie dein Angebot überhaupt gesehen haben.
Mit diesen Maßnahmen kannst du die Ladegeschwindigkeit deiner Landingpage verbessern:
- Komprimiere Bilder
- Minimiere Code
- Verzichte auf unnötige Karussells und Animationen
- Reduziere die Anzahl der Plugins und Apps
Mit Google PageSpeed Insights kannst du die Ladegeschwindigkeit deiner Landingpage überprüfen und mögliche Schwachstellen erkennen. Nachdem du deine Seite optimiert hast, kannst du den Test wiederholen und prüfen, ob sich die Ladezeiten verbessert haben.
9. Bleib bei einem CTA
Zu viele unterschiedliche Handlungsaufforderungen können Besucher:innen überfordern. Dahinter steckt das sogenannte Paradoxon der Wahl (Link auf Englisch): Je mehr Optionen Menschen haben, desto schwerer kann ihnen die Entscheidung fallen.
Überlege dir deshalb, welche Handlung für deine Landingpage am wichtigsten ist. Sollen sich Besucher:innen für deinen Newsletter anmelden, ein Produkt kaufen oder dein Verkaufsteam kontaktieren? Entscheide dich für einen zentralen CTA und verwende ihn einheitlich auf deiner Landingpage. Du kannst den Button an mehreren Stellen platzieren, solange er immer zum selben Ziel führt.
10. Erstelle mehrere ergänzende Landingpages
Für unterschiedliche Kampagnen und Angebote lohnt es sich, eigene Landingpages zu erstellen. So kannst du zum Beispiel eine Landingpage für deine E-Mail-Marketingkampagne gestalten und eine weitere für die Einführung eines neuen Produkts. Auf diese Weise kannst du Inhalte und Angebote gezielt auf die jeweilige Zielgruppe abstimmen.
Auch saisonale Aktionen oder limitierte Produkte können von einer eigenen Landingpage profitieren. Stell es dir wie ein Schaufenster vor: Wenn ein Produkt besondere Aufmerksamkeit verdient, bekommt es seine eigene Bühne.
11. Teste deine Landingpage mit A/B-Tests
Mit A/B-Tests vergleichst du zwei Versionen deiner Landingpage, die sich in einem bestimmten Element unterscheiden. So kannst du herausfinden, ob etwa eine andere Überschrift oder Button-Farbe deine Conversion Rate verbessert.
Folgende Elemente kannst du auf deiner Landingpage testen:
- Buttonfarben
- Überschriften
- Platzierung von Social Proof
- Seitenlayout
- Button-Texte
- Hero-Bild
- Formularfelder
Teste möglichst nur eine Änderung gleichzeitig. Wenn du beispielsweise Überschrift, Design und CTA-Button auf einmal veränderst, lässt sich schwer feststellen, welche Anpassung deine Conversion Rate beeinflusst hat. Mit gezielten Einzeltests kannst du die Ergebnisse besser auswerten und erfolgreiche Änderungen auch auf andere Landingpages übertragen.
So erstellst du eine Landingpage
Von der ersten Idee bis zur fertigen Seite: Mit diesen fünf Schritten kannst du deine eigene Landingpage erstellen und für deine Marketingziele optimieren.
1. Bestimme dein Hauptziel
Überlege dir zuerst, was du mit deiner Landingpage erreichen möchtest. Willst du zum Beispiel den Verkauf eines neuen Produkts ankurbeln, eignet sich eine Click-Through-Landingpage. Zeige dein Produkt mit einem aussagekräftigen Hero-Bild, stelle seine wichtigsten Vorteile vor und ergänze einen klaren CTA-Button, der zum Kauf führt.
Möchtest du dagegen eine E-Mail-Liste für dein neues Abo aufbauen, ist eine Lead-Generation-Landingpage die richtige Wahl. Hier steht ein Anmeldeformular im Mittelpunkt, über das du relevante Kontaktdaten potenzieller Kund:innen sammeln kannst.
2. Finde einen Landingpage-Builder
Du musst nicht programmieren können, um eine professionelle Landingpage zu erstellen. Mit einem Landingpage-Builder kannst du deine Seite mithilfe vorgefertigter Vorlagen gestalten und mit deiner Homepage, deinen Produktseiten und anderen Bereichen deiner Website verknüpfen.
Achte bei der Auswahl darauf, dass der Builder zu deinem Shopsystem passt und passende Vorlagen für deine Produkte bietet. Im Shopify App Store findest du Apps wie PageFly und Shogun. Beide Apps ermöglichen es dir, Landingpages über eine benutzerfreundliche Oberfläche individuell zu gestalten und direkt in deinen Shopify-Shop zu integrieren.
3. Gestalte deine Landingpage
Jetzt geht es an die Gestaltung. Richte das Design auf dein Angebot aus und achte darauf, dass Besucher:innen die wichtigsten Informationen schnell erfassen können. Eine übersichtliche Struktur und gut sichtbare CTA-Buttons helfen ihnen dabei, sich auf deiner Seite zurechtzufinden.
Formuliere überzeugende Überschriften und zeige deutlich, welchen Mehrwert dein Angebot bietet. Das kann ein kostenloses E-Book, ein hilfreiches Whitepaper, ein zeitlich begrenztes Angebot oder eine exklusive Rabattaktion sein.
Achte außerdem darauf, dass deine Texte und dein Design zu deinem Branding passen. Eine einheitliche Gestaltung und eine klare Sprache schaffen Vertrauen und machen dein Angebot leichter verständlich.
4. Veröffentliche und optimiere deine Landingpage
Sobald deine Landingpage live ist, kannst du über Google Ads, Social Ads, E-Mail-Kampagnen, Influencer:innen- und Affiliate-Links oder organische Social-Media-Beiträge Besucher:innen darauf aufmerksam machen. Verlinke dabei direkt auf die Landingpage statt auf deine Homepage, damit Interessent:innen ohne Umwege zum beworbenen Angebot gelangen.
Überprüfe anschließend, wie gut deine Seite funktioniert. Je nach Ziel kannst du zum Beispiel die Anzahl der Newsletter-Anmeldungen, generierten Leads oder Produktkäufe messen.
Mit A/B-Tests findest du heraus, welche Gestaltung und welche Texte bei deiner Zielgruppe am besten ankommen. Teste dazu unterschiedliche Versionen einzelner Elemente wie Überschriften oder CTA-Buttons und nutze die Ergebnisse, um deine Landingpage Schritt für Schritt zu verbessern.
5. Erstelle weitere Landingpages
Wenn deine erste Landingpage erfolgreich läuft, kannst du weitere Seiten für unterschiedliche Marketingziele erstellen. Ob neue Produkteinführungen, Newsletter-Anmeldungen oder zeitlich begrenzte Aktionen: Mit eigenen Landingpages kannst du deine Angebote gezielt präsentieren und deine Marketingstrategie erweitern.
So schaffst du zusätzliche Möglichkeiten, unterschiedliche Zielgruppen anzusprechen und sie für deine Produkte oder Dienstleistungen zu gewinnen.
Beispiel für eine effektive Landingpage


Ein gutes Beispiel für eine interaktive Landingpage ist das Bart-Quiz der Pflegemarke Beardbrand.
Die Landingpage setzt auf ein übersichtliches Design, auffällige Illustrationen und einen klaren CTA, der Besucher:innen zum Quiz führt. Unter dem Motto „What type of beardsman are you?“ beantworten sie Fragen zu ihrem Bartstil, ihrem Alltag und ihren persönlichen Vorlieben.
Das Quiz verbindet Unterhaltung mit Lead-Generation: Besucher:innen beschäftigen sich spielerisch mit ihrem persönlichen Barttyp und geben am Ende ihre E-Mail-Adresse ein, um ihr Ergebnis zu erhalten. So bietet Beardbrand einen individuellen Mehrwert und gewinnt gleichzeitig wertvolle Kontakte zu potenziellen Kund:innen.
Der besondere Vorteil: Statt einfach nur ein Anmeldeformular zu präsentieren, weckt Beardbrand mit dem Quiz die Neugier der Besucher:innen und motiviert sie zur Teilnahme. Die Aussicht auf ein persönliches Ergebnis kann die Bereitschaft erhöhen, das Quiz abzuschließen und die eigene E-Mail-Adresse anzugeben.
Ähnliche Ansätze funktionieren auch in anderen Branchen: Eine Deo-Marke könnte Kund:innen etwa eine Mystery Box auswählen lassen und anschließend Kontaktdaten für passende Produktempfehlungen sammeln. Eine Marke für Duschfilter könnte einen kostenlosen Wasserbericht anbieten und damit gezielt Menschen ansprechen, die bereits ein entsprechendes Problem haben.
Fazit
Landingpages helfen dir, deine Marketingziele zu erreichen. Du kannst damit Leads generieren, Produkte verkaufen oder deine Marke bekannter machen. Mit einer klaren Struktur, einem überzeugenden Nutzenversprechen und gut sichtbaren CTAs kannst du deine Angebote gezielt präsentieren und deine Conversion Rate steigern. Teste regelmäßig verschiedene Elemente deiner Landingpage und nutze die Ergebnisse, um sie Schritt für Schritt zu optimieren.
Häufig gestellte Fragen zu Landingpages
Warum benötigst du eine Landingpage?
Mit einer Landingpage kannst du einzelne Angebote oder Marketingkampagnen gezielt bewerben und deine Conversion Rate verbessern. Möchtest du etwa neue Abonnent:innen für deinen Service gewinnen, kannst du eine kostenlose Testversion anbieten. Geht es dir darum, ein bestimmtes Produkt zu verkaufen, kannst du dessen wichtigste Vorteile und passende Kundenbewertungen hervorheben.
Wie werden Landingpages in bezahlter Werbung verwendet?
Landingpages dienen als Zielseiten für Werbeanzeigen, beispielsweise auf Facebook oder bei Google Ads. Wenn du in einer Anzeige etwa die Nachhaltigkeit deiner Produkte hervorhebst, kannst du Interessent:innen direkt auf eine Landingpage führen, die dein Engagement für Nachhaltigkeit genauer vorstellt. So passen die Inhalte deiner Anzeige und der Zielseite zusammen.
Kannst du kostenlos eine Landingpage erstellen?
Ja, mit kostenlosen Landingpage-Buildern oder Website-Plattformen mit Gratis-Tarifen kannst du eine Landingpage erstellen. Allerdings sind die Funktionen und Vorlagen häufig eingeschränkt oder die Seiten enthalten das Branding der Anbieter:innen. Wenn du bereits eine kostenpflichtige E-Commerce-Plattform nutzt, kannst du einfache Landingpages oft ohne zusätzliche Kosten erstellen.
Was ist eine gute Conversion Rate für eine Landingpage?
Die durchschnittliche Conversion Rate von Landingpages liegt branchenübergreifend bei 6,6 %. Für E-Commerce-Landingpages liegt sie bei rund 4,2 %. Eine Conversion Rate von rund 10 % kann ein sehr gutes Ergebnis sein. Entscheidend ist jedoch, wie deine Landingpage im Vergleich zu ähnlichen Angeboten abschneidet. Branche, Zielgruppe und Traffic-Quelle beeinflussen die Conversion Rate erheblich.
Wie viel kostet eine Landingpage?
Die Kosten hängen davon ab, wie du deine Landingpage erstellst und welche Funktionen du benötigst. Mit kostenlosen Website-Buildern oder entsprechenden Tarifen von Tools wie Elementor kannst du einfache Landingpages selbst gestalten. Für erweiterte Funktionen oder spezielle Designs können zusätzliche Kosten entstehen. Wenn du eine Agentur beauftragst, kannst du für eine professionell gestaltete Landingpage mit rund 2.000 € rechnen. Je nach Umfang, Design und technischen Anforderungen kann der Preis jedoch deutlich abweichen.
Wie erstellst du eine Landingpage auf Shopify?
Öffne in deinem Shopify-Adminbereich Onlineshop > Seiten und klicke auf Seite hinzufügen. Dort kannst du einen Titel vergeben und deine Inhalte im Rich-Text-Editor ergänzen, zum Beispiel Texte, Bilder, Videos oder Links. Für aufwendigere Layouts mit mehreren Abschnitten kannst du eine eigene Seitenvorlage im Theme-Editor gestalten oder eine Landingpage-Builder-App wie PageFly oder Shogun aus dem Shopify App Store verwenden.












