Nik Sharma, auch bekannt als „The DTC Guy“, eröffnete die New Yorker Veranstaltungsreihe „Shopify On Location“ mit Einblicken in seine Marketingstrategie. Seine empfohlene Kombination aus organischen Inhalten und bezahlter Werbung hat bereits einigen der größten Direct-to-Consumer-Marken (DTC) wie Juneshine und Caraway zu Wachstum verholfen.
Wenn du ein Direct-to-Consumer-Unternehmen gründen möchtest, ist Nik Sharma genau der richtige Ansprechpartner – schließlich trägt er nicht umsonst den Spitznamen „The DTC Guy“.
Diesen Spitznamen hat sich Nik verdient, indem er einige der größten Konsumgütermarken wie Juneshine, Caraway, Feastables und Spritz Society beim Wachstum unterstützt und beraten hat. Mittlerweile leitet er drei auf Marketing spezialisierte Agenturen und investiert in Start-ups. Sein E-Mail-Newsletter mit mehr als 35.000 Abonnent:innen gilt unter Marketingverantwortlichen als echte Pflichtlektüre.
Im folgenden Beitrag und im Shopify Masters Podcast (auf Englisch) verrät Nik die Grundprinzipien seiner Marketingstrategie und erklärt, wie sich eigene Marketingkanäle und bezahlte Werbung sinnvoll miteinander kombinieren lassen.
Wer ist Nik Sharma?
Nik Sharma, bekannt als „The DTC Guy“, ist ein Marketingexperte, Unternehmer und Investor, der sich auf das Wachstum von Direct-to-Consumer-Marken (DTC) spezialisiert hat. Mit seinen Marketingstrategien hat er erfolgreiche Marken wie Juneshine, Caraway und Feastables unterstützt. Sein Ansatz kombiniert organische Inhalte mit bezahlter Werbung, um die Markenbekanntheit zu steigern und neue Kund:innen zu gewinnen.
Inhaltsverzeichnis:
- Baue Social Proof auf, bevor du mit dem Marketing beginnst
- Richte deine Marketingbotschaften gezielt auf deine Zielgruppe aus
- Gestalte deine Inhalte einfach und verständlich
- Teste deine Inhalte zunächst organisch, bevor du in bezahlte Werbung investierst
- Nutze Werbekennzahlen, um Probleme zu erkennen
Baue Social Proof auf, bevor du mit dem Marketing beginnst
Social Proof, auch als sozialer Beweis bezeichnet, umfasst Bewertungen, Artikel, Videos und andere Nachweise dafür, dass Menschen ein Produkt bereits gekauft haben. Laut Nik vergessen viele Gründer:innen, Social Proof zu sammeln, wenn sie ihre Marketingstrategie entwickeln. Bevor du versuchst, mehr Aufmerksamkeit auf dein Produkt oder deine Website zu lenken, solltest du deshalb zunächst Vertrauen in deine Marke aufbauen.
Wenn potenzielle Kund:innen im Internet nach deinem Produkt suchen, sollten sie mehr finden als nur die entsprechende Produktseite. Andernfalls könnte der Eindruck entstehen, dass es sich um einen Betrugsversuch handelt. „Im Grunde brauchst du einfach Inhalte, die gefunden werden und den Menschen bestätigen, dass es sich um eine echte Marke handelt“, erklärt Nik.
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Social Proof aufzubauen, ohne dafür viel Geld auszugeben. Du kannst beispielsweise Bloggern, YouTubern und TikTokern kostenlose Produkte zur Verfügung stellen, damit sie nutzergenerierte Inhalte (User Generated Content, UGC) erstellen oder Bewertungen veröffentlichen. Wenn hinter deinem Produkt eine besondere Geschichte steckt, kannst du außerdem gezielt Medien ansprechen, um eine Berichterstattung zu erreichen.
Richte deine Marketingbotschaften gezielt auf deine Zielgruppe aus
Ein bekanntes Sprichwort besagt: „Wer für alles steht, steht für nichts.“ Wenn du mit deinen Inhalten versuchst, alle Menschen gleichermaßen anzusprechen, wirst du wahrscheinlich nicht die gewünschten Ergebnisse erzielen.
Laut Nik hilft es, bei der Definition deiner Zielgruppe an konkrete Personen zu denken. So kannst du deine Marketingbotschaften gezielter formulieren. Diese Strategie nutzt er auch beim Schreiben seines wöchentlichen Newsletters, dessen Inhalte er auf bestimmte Personas ausrichtet.
„Ich denke dabei an drei Personen“, erklärt Nik. „Die erste ist eine Person, die ein Unternehmen gegründet hat, kein Geld zur Verfügung hat, aber trotzdem im Marketing vorankommen muss. Die zweite ist eine Person in der Marketingleitung eines Unternehmens, das einen Umsatz von mindestens 50 Millionen US-Dollar erzielt. Und die dritte ist eine Person, die in ein Unternehmen in der Frühphase investiert hat.“
Gestalte deine Inhalte einfach und verständlich
Ob die Texte auf deinen Shopify-Landingpages oder in deinen Werbeanzeigen verständlich sind, lässt sich mit einem einfachen Test herausfinden: Würde deine Großmutter sie verstehen?
Niks Agentur nutzt diesen sogenannten Großmutter-Test regelmäßig, um zu überprüfen, ob die Beschreibung eines Produkts oder Unternehmens kurz und verständlich formuliert ist.
„Deine Großmutter sollte eine Produktseite besuchen und sofort verstehen können: Was macht das Produkt? Warum gibt es das Produkt? Und welchen Nutzen bringt es mir?“, erklärt Nik.
Besonders wichtig ist dabei die Frage nach dem „Warum“. Nik empfiehlt deshalb eine einfache Übung: Schreibe zunächst alles auf, was du über dein Produkt sagen möchtest. Versuche anschließend, die zentrale Botschaft und den eigentlichen Zweck deines Produkts in einem einzigen Satz zusammenzufassen.
Teste deine Inhalte zunächst organisch, bevor du in bezahlte Werbung investierst
Bevor du viel Geld in bezahlte Werbung investierst, solltest du sicherstellen, dass deine zentrale Marketingbotschaft bei deiner Zielgruppe ankommt.
„Ich denke, du solltest versuchen, die ersten 1.000 Kund:innen ohne bezahlte Werbemaßnahmen zu gewinnen“, sagt Nik. „Denn dabei geht es vor allem darum, herauszufinden, welche Botschaften, welche Positionierung oder welche Gründe Menschen tatsächlich dazu bewegen, dein Produkt zu kaufen.“
Finde also zunächst heraus, ob dein Produkt zu den Bedürfnissen des Marktes passt und ein sogenannter Product-Market-Fit besteht. Anschließend kannst du bezahlte Werbung einsetzen, um die Reichweite von Inhalten zu erhöhen, die bereits organisch gute Ergebnisse erzielen.
Lege für deine Paid-Media-Strategie konkrete Meilensteine fest. Ein mögliches Ziel könnte beispielsweise sein, über bezahlte Werbekanäle, die effizient neue Kund:innen gewinnen, einen Tagesumsatz von 5.000 oder 10.000 US-Dollar zu erzielen.
„Die ersten 5.000 US-Dollar Tagesumsatz zwingen dich dazu, dich intensiv damit auseinanderzusetzen, ob du wirklich verstehst, was deine Kund:innen von dir brauchen oder erwarten“, erklärt Nik.
Nutze Werbekennzahlen, um Probleme zu erkennen
Möglicherweise erreichst du nicht sofort einen Tagesumsatz von 5.000 US-Dollar. Allerdings kannst du die Kennzahlen deiner Online-Werbekampagnen nutzen, um mögliche Schwachstellen in deiner Marketingstrategie zu identifizieren.
Ein Beispiel dafür ist der CPM (Cost per Mille), also der Preis für 1.000 Werbeeinblendungen. Laut Nik kann ein niedriger CPM ein Hinweis darauf sein, dass die Werbeplattform deine Anzeige beziehungsweise deren Gestaltung nicht positiv bewertet. Wenn deine Anzeige nur wenig Interaktion erzeugt, wird sie möglicherweise auch weniger Menschen ausgespielt.
Die Klickrate (Click-Through-Rate, CTR) zeigt dir hingegen, wie gut deine Inhalte bei den Menschen auf der jeweiligen Plattform ankommen und wie häufig sie auf deine Anzeige klicken.
„Wenn du dir diese Kennzahlen ansiehst, kannst du besser verstehen und analysieren, wo möglicherweise etwas schiefläuft und welche Bereiche du optimieren solltest“, erklärt Nik.
Shopify stellt dir außerdem verschiedene Analyse- und Berichtsfunktionen zur Verfügung. Damit kannst du beispielsweise den durchschnittlichen Bestellwert und die Conversion Rate einzelner Seiten auswerten. So lässt sich deine Analyse auch dann fortsetzen, wenn potenzielle Kund:innen über organische Inhalte oder bezahlte Werbung bereits in deinem Shopify-Store gelandet sind.
Dieser Beitrag erschien ursprünglich im Shopify.com-Blog und wurde übersetzt.




