Betreibst du einen Onlineshop und brauchst neue Produktideen? Mit Print-on-Demand-Produkten (kurz POD-Produkten) kannst du fast alles in deinem Design gestalten, ohne dir Gedanken über die Lagerung von Inventar machen zu müssen. POD-Produkte sind eine beliebte Möglichkeit, Produkte zu erschaffen, die dein Publikum kaufen möchte, ohne dass du Lagergebühren zahlen musst. Von Tragetaschen bis hin zu Handtüchern – diese und weitere Produkte kannst du dank Print-on-Demand mit deinem Design in deinem Shop verkaufen.
Print-on-Demand bleibt besonders spannend für Creator:innen, kleine Marken und Gründer:innen, die neue Produktlinien testen möchten, ohne vorab Ware einzukaufen. Der globale Print-on-Demand-Markt wurde 2024 auf 10,21 Milliarden $ geschätzt und soll bis 2034 auf 102,99 Milliarden $ wachsen. Ein wichtiger Treiber ist die steigende Nachfrage nach personalisierten Produkten.
Lohnt es sich, Print-on-Demand-Produkte zu verkaufen?
Ja, es lohnt sich nach wie vor, in das POD-Business einzusteigen, wenn du deine Geschäftsidee erst einmal im Marktumfeld ausprobieren möchtest, da du dir hierbei zunächst Lagerkosten sparst und dein finanzielles Risiko gering halten kannst.
Was sind Print-on-Demand-Produkte?
Print-on-Demand ist eine gute Möglichkeit, maßgeschneiderte, nach Bestellung gefertigte Produkte mit deinen eigenen Designs oder Logos zu verkaufen. Es handelt sich um eine Form von Dropshipping, bei der Lieferant:innen oder Hersteller:innen das Produkt direkt an die Kund:innen versenden. Du entwirfst das POD-Produkt, Kund:innen bestellen es und ein Drittanbieter-Druckservice produziert und versendet die Bestellung.
Da Print-on-Demand-Unternehmen Produkte auf Bestellung herstellen, ist keine Zahlung erforderlich, bis ein Verkauf getätigt wurde. Dies beseitigt die Notwendigkeit für Einzelhändler:innen, Inventar zu kaufen und zu lagern, was die Kosten erheblich senkt.
Warum Print-on-Demand so beliebt ist
Im klassischen Einzelhandel musst du oft eine Wette eingehen: Du kaufst Ware in größeren Mengen ein, hoffst auf Nachfrage und trägst das Risiko, falls sie sich nicht verkauft. Print-on-Demand reduziert dieses Risiko deutlich, weil Produkte erst hergestellt werden, nachdem Kund:innen bestellt haben.
Die Produktauswahl ist groß
Bekleidung ist der naheliegende Einstieg, aber POD reicht längst darüber hinaus: Wohnaccessoires, Trinkgefäße, Papeterie, Accessoires, Produkte für Haustiere und vieles mehr. Besonders Wohn- und Dekoartikel wachsen stark, weil Käufer:innen ihr Zuhause individueller gestalten möchten.
Fulfillment wird globaler und lokaler zugleich
Viele POD-Anbieter:innen arbeiten mit Produktionszentren in Nordamerika, Europa und Asien-Pazifik. Bestellungen können dadurch näher am Lieferort produziert werden. Das kann Versandwege verkürzen und Lieferzeiten verbessern.
Nachhaltigkeit kann ein Differenzierungsmerkmal sein
Da Produkte nur bei Bedarf hergestellt werden, vermeidet Print-on-Demand Überproduktion. Das ist ein glaubwürdiger Vorteil gegenüber Modellen, bei denen große Mengen vorproduziert und später möglicherweise entsorgt werden.
Personalisierung stärkt die Kundenbindung
Jede Bestellung wird einzeln produziert. Dadurch lassen sich Namen, Fotos, Farben, Sprüche oder Motive anpassen. Für viele Käufer:innen ist genau diese persönliche Note ein Kaufargument.
Die 25 besten Print-on-Demand-Produkte
Wenn du die folgenden Produktideen prüfst, denk daran: Ob Print-on-Demand profitabel ist, hängt nicht nur vom Produkt ab. Wichtig sind auch deine Preisstrategie, dein:e Anbieter:in, Versandkosten, Plattformgebühren und die Frage, ob deine Designs einen höheren Preis rechtfertigen.
| Produkt | Gewinnpotenzial | Versandrisiko | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| 1. Unisex-T-Shirts | Mittel | Niedrig | Einsteiger:innen, Modemarken |
| 2. Personalisierte Babykleidung | Mittel | Niedrig | Geschenke, familienorientierte Unternehmen |
| 3. Tassen | Mittel | Hoch | Geschenke, Werbeartikel für Büro/Unternehmen |
| 4. Hoodies mit Allover-Print | Hoch | Niedrig | Streetwear, Marken mit Fokus auf Kunst |
| 5. Yoga-Hosen mit Allover-Print | Hoch | Niedrig | Fitnessmarken, Influencer:innen |
| 6. Gravierte Schmuckstücke | Hoch | Niedrig | Geschenke, Jahrestage, Premiumartikel |
| 7. Poster | Mittel | Mittel | Künstler:innen, Fotograf:innen, Deko |
| 8. Champion-Hoodies | Hoch | Niedrig | Streetwear, Premiumartikel |
| 9. Tragetaschen | Niedrig | Niedrig | Umweltfreundliche Marken, Veranstaltungen |
| 10. Gürteltaschen | Mittel | Niedrig | Festivals, Reisen, Trendartikel |
| 11. Aufkleber | Niedrig | Niedrig | Impulskäufe, Künstler:innen, Branding |
| 12. Rucksäcke | Hoch | Mittel | Schulbedarf, Reisen |
| 13. Wandkunst | Hoch | Hoch | Deko, Fotograf:innen |
| 14. Kissen | Mittel | Mittel | Inneneinrichtung, originelle Geschenkartikel |
| 15. Handtücher | Mittel | Niedrig | Sommer/Strandmarken, Einrichtung |
| 16. Handyhüllen | Hoch | Niedrig | Tech-Accessoires, Gen-Z-Produkte |
| 17. Mützen | Mittel | Niedrig | Streetwear, Sport-Teams |
| 18. Gesichtsmasken | Niedrig | Niedrig | Beauty-Produkte, Reiseaccessoires |
| 19. Bluetooth-Lautsprecher | Hoch | Mittel | Tech-Geschenke, Musik |
| 20. Wasserflaschen | Mittel | Mittel | Umweltfreundliche Produkte, Fitness, Outdoor |
| 21. Socken | Mittel | Niedrig | Originelle Geschenkartikel |
| 22. Individuelle Puzzles | Hoch | Mittel | Geschenke für die ganze Familie, Kunstartikel |
| 23. Flaggen | Mittel | Niedrig | Veranstaltungen, Raumdekoration |
| 24. Geschenkpapier | Niedrig | Niedrig | Weihnachten, Schreibwaren |
| 25. Decken | Hoch | Mittel | Winter, Deko |
1. Unisex-T-Shirts
Einen Onlineshop für T-Shirts zu starten, ist jederzeit eine großartige Idee. Kein Wunder, denn der globale Textildruckmarkt soll bis 2030 rund 7,9 Milliarden $ erreichen. Im Gegensatz zu saisonalen Kleidungsstücken wie Badeanzügen oder Pullovern sind T-Shirts vielseitig und können im warmen Wetter allein oder in den kälteren Monaten in Schichten getragen werden.
Mit so vielen Arten von T-Shirts, die auf Anfrage gedruckt werden können, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, eine nischenspezifische Zielgruppe anzusprechen. Die beliebteste Farbe für Unisex-T-Shirts ist Schwarz, eine vielseitige Wahl, die gut zu verschiedenen Designs passt. Achte darauf, dass die Grafiken einzigartig und relevant für die Zielgruppe sind.
Wenn du Kleidung online verkaufst, füge eine Größentabelle hinzu, um Kund:innen bei der Kaufentscheidung zu helfen. Außerdem sind Größentabellen-Apps nützlich, um genaue Größenangaben auf deinen Produktseiten hinzuzufügen.
Sieh dir an, wie die asiatisch inspirierte Bekleidungsmarke Immigen (die Print-on-Demand verwendet) ihre Größentabelle prominent unter ihren Produktbeschreibungen anzeigt:

Tipp: Fordere eine Druckvorlage bei deinem Print-on-Demand-Shop an, bevor du ein Design finalisierst. Diese Dateien zeigen den exakten bedruckbaren Bereich sowie Sicherheitszonen, die du meiden solltest – also Bereiche in der Nähe von Nähten, Kragen oder Rändern, in denen der Farbauftrag ungleichmäßig ausfallen kann.
2. Personalisierte Babykleidung
Personalisierte Babykleidung wird häufig als Geschenk zur Geburt, zur Babyparty, zur Taufe oder zum ersten Geburtstag gekauft. Individuelle Artikel reichen von Bodys mit Baby-Namen bis hin zu illustrierten Puzzles, wie sie von der Baby-Marke Caden Lane verkauft werden.
Da Babykleidung weniger Druckfläche bietet, solltest du auf gut lesbare Designs achten. Verwende klare, einfache Schriftarten, genügend Buchstabenabstand und vermeide zu viele Wörter auf einem kleinen Motiv.
Bei der Auswahl von Print-on-Demand-Babyprodukten zur Personalisierung solltest du darauf achten, dass die verwendeten Materialien hypoallergen und für Babys geeignet sind. Füge ein Kontaktformular zu deinem Onlineshop hinzu, damit Kund:innen individuelle Anfragen stellen können.
3. Tassen

Wie Bekleidung sind Tassen ein beliebtes POD-Produkt. Die Nachfrage ist das ganze Jahr über hoch, mit einem Höhepunkt während der Winterzeit.
Print-on-Demand-Optionen umfassen bunte Tassen mit kontrastierenden Innenflächen oder trendige Emaille-Tassen, die wie Becher fürs Camping aussehen. Diese Stile eignen sich gut für kreative Designs und eingängige Slogans.
Um Tassen zu kreieren, die zu einem höheren Preis verkauft werden können, ziehe limitierte Kunst, strukturierte Oberflächen oder hochwertige Materialien wie Porzellan in Betracht.
Prüfe außerdem, wie dein:e Anbieter:in Tassen verpackt. Gerade bei Keramikprodukten sind bruchsichere Verpackung, Ersatzrichtlinien und Lieferzeiten wichtig für die Kundenzufriedenheit.
4. Hoodies mit Allover-Print
Hoodies mit Allover-Print sind eine spannende Herausforderung für Designer:innen. Im Gegensatz zu traditionellen Print-on-Demand-Hoodies, die nur Designs auf der Vorder- und Rückseite zulassen, ermöglichen diese Produkte, deine Designs auf jedem Teil des Kleidungsstücks zu präsentieren. Streetwear-Marken wie Vapor95 nutzen Print-on-Demand-Produkte mit Allover-Print, um lebendige, auffällige Produktlinien zu schaffen.
Hoodies mit Allover-Print erfordern jedoch komplexere Produktionsprozesse, was einen höheren Preis rechtfertigt. Bei der Preisgestaltung kannst du Strategien wie Preisanker anwenden, bei denen Standard- und Luxusartikel nebeneinander platziert werden, um Käufer:innen zu ermutigen, sich für Premium-Optionen zu entscheiden.
Tipp: Da das Kleidungsstück nach dem Druck zusammengenäht wird, sind Nahtübergänge wichtig. Muster, Farbverläufe oder Kacheldesigns sollten so angelegt werden, dass sie an Nähten möglichst sauber wirken.
5. Yoga-Hosen mit Allover-Print
Wie bei Hoodies verfügen Yoga-Hosen mit Allover-Print über großes Potenzial. Diese Leggings wurden beliebt, als Besucher:innen anfingen, sie auf Musikfestivals zu tragen.
Die Bekleidungsmarke Beloved verkaufte 3.000 $ an Merchandise pro Tag, mit einer gesamten Kollektion, die Yoga-Hosen mit Allover-Print gewidmet war.

Yoga-Hosen mit Allover-Print sind ein weiteres ideales POD-Produkt insbesondere für Künstler:innen. Ziehe in Betracht, jeden Monat neue Designs herauszubringen, um Interesse zu wecken und Wiederholungskäufe zu fördern.
Wie bei Hoodies müssen Yoga-Hosen mit Allover-Print preislich so gestaltet werden, dass die erhöhten Produktionskosten berücksichtigt werden. Setze einen höheren Preis für einzigartige Designs an, die Kund:innen nirgendwo anders finden können.
6. Gravierte Schmuckstücke
Gravierte Schmuckstücke sind nicht nur vielseitig und leicht (was sie ideal für den Versand macht), sondern auch eine Leinwand für personalisierte Designs. Gravuren können aus Text oder Bildern bestehen und auf Halsketten, Ohrringen, Armbändern und Charms angewendet werden.
Es gibt eine große Auswahl an Print-on-Demand-Schmuck. Ziehe Kreis- und Herz-Halsketten sowie Bar-Ketten-Armbänder in Betracht. Jeder Stil spricht eine unterschiedliche Zielgruppe an.
Bewirb deine Schmuckmarke am besten mit Influencer-Marketing. Wenn du kein bestehendes Publikum hast, können Influencer-Kooperationen das Bewusstsein und Vertrauen für deine Marke aufbauen.
Hol dir Inspiration von der Schmuckmarke Nominal, die eine Vielzahl von Produkten für Männer und Frauen anbietet, darunter anpassbare „Heimatstadt“-Stücke.

7. Poster
Du musst keine teuren Ölgemälde oder abstrakten Leinwände erstellen, um deine Kunst online zu verkaufen. Stattdessen kannst du deine Designs in Poster umwandeln, die für die Massen erschwinglich sind.
Poster sind immer beliebt – solange sie von hoher Qualität sind. Stelle daher sicher, dass alle Bilder, die du auf ein Poster druckst, mindestens 300 dpi haben.
Achte außerdem auf die Papierarten deiner Anbieter:innen. Mattes Papier wirkt oft künstlerischer, glänzendes Papier eignet sich gut für Fotografie und kontrastreiche Grafiken. Wenn du Premium-Papiere anbietest, kannst du deine Poster höher positionieren.
8. Champion-Hoodies
Champion-Hoodies sind interessant, weil viele Kund:innen die Marke bereits kennen und mit solider Qualität verbinden. Das kann dir helfen, höhere Preise zu verlangen als bei generischen Hoodie-Rohlingen.
Besonders stark funktionieren Champion-Hoodies für Streetwear-Marken, Community-Merch und minimalistische Designs. Stickereien können den wahrgenommenen Wert zusätzlich erhöhen, weil sie hochwertiger wirken als einfache Drucke. Achte unbedingt auf das Markenrecht.
9. Tragetaschen
Tragetaschen sind ein Print-on-Demand-Produkt, das du relativ einfach gestalten und zu deinem POD-Shop hinzufügen kannst. Illustrationen werden auf einer flachen, rechteckigen Fläche gedruckt, sodass es unkompliziert ist, Designs von anderen Artikeln anzupassen oder wiederzuverwenden. Ziehe in Betracht, passende Tragetaschen als Upsell oder Cross-Sell mit anderen Produkten anzubieten.
Boba Love beispielsweise hat eine Vielzahl von POD-Produkten, darunter Tragetaschen. Viele der Designs sind ähnlich, einige wurden von anderen Produkten wiederverwendet.

Ziehe in Betracht, deine Print-on-Demand-Tragetaschen als Gratisartikel oder zu einem ermäßigten Preis bei einem Mindestbestellwert anzubieten. Wenn du ein Logo auf deine Taschen druckst, fungieren sie als eine Art Werbung für dein Unternehmen.
10. Gürteltaschen
Gürteltaschen sind die moderne Variante von Bauchtaschen. Sie sind in verschiedenen Größen erhältlich und haben sich in den letzten Jahren dank ihrer Praktikabilität und der Wiederaufnahme in Kollektionen großer Modemarken zu einem beliebten Produkt entwickelt.
Einige Print-on-Demand-Anbieter:innen bieten Gürteltaschen und Bauchtaschen mit Allover-Print an, also behalte dies bei der Gestaltung deiner Produkte im Hinterkopf. Etwas, das für ein T-Shirt oder eine Tragetasche funktioniert, muss möglicherweise angepasst werden, bevor es für Bauchtaschen geeignet ist.
Wie bei anderen Produkten in dieser Liste erhöhen kreative Designs das Gefühl der Einzigartigkeit, was den wahrgenommenen Wert steigert. Das bedeutet, dass du höhere Preise verlangen und pro Verkauf mehr Geld verdienen kannst.
11. Aufkleber
Aufkleber sind klassische POD-Produkte, die auch heute noch beliebt sind. Erstelle lustige, ansprechende Aufkleber, die die Aufmerksamkeit deines Publikums auf sich ziehen. Viele Geschäfte nutzen das Print-on-Demand-Modell, um ihre Aufkleber-Produktlinie kontinuierlich zu aktualisieren, mit aktuellen Illustrationen, die an Filme, Lieder und beliebte Memes angelehnt sind, um Interesse zu wecken und Wiederholungskäufe zu fördern.
Beispielsweise richtet sich Urban General Store an Fans von Taylor Swift und im Trend liegende TV-Shows und hat dabei eine ständig wechselnde Kollektion. Beachte unbedingt das Markenrecht, um Abmahnungen zu verhindern.

12. Rucksäcke
Rucksäcke sind weitere POD-Produkte, die du in deinem E-Commerce-Shop verkaufen kannst. Versuche es mal mit einer Back-to-School-Aktion für Schüler:innen und Studierende. Oder du kannst Eltern mit Kindern ansprechen, die in die Grundschule kommen. Print-on-Demand-Dropshipping-Unternehmen wie Printify bieten verschiedene Arten von Rucksäcken an.
13. Wandkunst
Dekoartikel und insbesondere individualisierte Kunst für die eigenen vier Wände wie Wandkunst sind bei Käufer:innen immer beliebt.
Wenn du Künstler:in bist (oder beliebte Bilder kuratieren möchtest), kann Wandkunst eine profitable Option für deinen Onlineshop sein. Ein gutes Beispiel ist iLikeMaps. Das Unternehmen verkauft verschiedene Sammlungen von Karten in unterschiedlichen Stilen, wie Art Deco und Chroma.

Bei Leinwanddrucken ist der Versand wichtiger als bei vielen anderen POD-Produkten. Prüfe, ob dein:e Anbieter:in stabile Verpackungen nutzt, wie Reklamationen bei Transportschäden gehandhabt werden und wie lange große Formate unterwegs sind.
14. Kissen
Kissen sind ein vielseitiges Print-on-Demand-Produkt, das in jedem Heimdekor-E-Commerce-Shop verkauft werden kann. Traditionelle quadratische oder rechteckige Kissen dienen als leere Leinwand für einzigartige Illustrationen, während Kissen mit Allover-Print ideal für gemusterte Designs sind.
Die Verfügbarkeit von maßgeschneiderten Kissenformen eröffnet Möglichkeiten für personalisierte Produkte. Du kannst beispielsweise Kissen in Form von Haustieren anbieten.
15. Handtücher
White-Label-Produkte wie Handtücher sind in der Regel qualitativ hochwertig, weswegen du diese leicht anpassen und online verkaufen kannst. Du kannst auffällige Strandhandtücher, Badetücher, Handtücher und mehr gestalten. Viele Print-on-Demand-Anbieter:innen bieten Handtücher aus verschiedenen Materialien wie saugfähigem Polyester und weichen Baumwollmischungen an.
Für POD-Shops sind vor allem Strandhandtücher spannend: Die Druckfläche ist groß, flach und sichtbar. Mutige, farbenfrohe Designs, die auf einem T-Shirt zu dominant wirken könnten, funktionieren auf Handtüchern oft besonders gut.
16. Handyhüllen
Einen Onlineshop für Handyhüllen zu starten, ist unkompliziert, wenn du mit einem Print-on-Demand-Unternehmen arbeitest. Hüllen sind kostengünstig in der Produktion, du kannst sie nach Belieben gestalten und sie bieten im Vergleich zu Artikeln wie Schmuck oder Kleidung hohe Margen.
Handyhüllen werden zudem regelmäßig ersetzt. Viele Kund:innen behandeln sie wie ein Modeaccessoire und besitzen mehrere Designs für unterschiedliche Outfits, Stimmungen oder Anlässe.
17. Mützen
Mützen sind das perfekte Accessoire für einen lässigen Look und den täglichen Gebrauch. Du kannst deine Designs auf viele verschiedene Arten von Mützen drucken, um eine breite Zielgruppe anzusprechen:
- Snapback
- Sandwich-Brim
- Baseballkappe
- Trucker-Hut
- Individuell gestrickte Beanies
Bei Mützen solltest du Größen- und Passformhinweise klar in deinen Produktbeschreibungen nennen. Kund:innen möchten wissen, ob es sich um One-Size, Snapback, strukturierte Caps oder Beanies handelt.
18. Gesichtsmasken
Gesichtsmasken sind kein Boom-Produkt mehr wie zu Beginn der Covid-Pandemie, können aber weiterhin in bestimmten Nischen funktionieren. Dazu gehören Reisebedarf, urbane Anti-Pollution-Produkte, Festival-Merch oder gesundheitsbewusste Lifestyle-Marken.
Am besten funktionieren Masken als Teil eines breiteren Sortiments, etwa zusammen mit Tragetaschen, Schlauchtüchern oder Wasserflaschen. Schlauchtücher können ebenfalls interessant sein, weil sie für Skiurlaube, Wandern, Sonnenschutz und kaltes Wetter vielseitig einsetzbar sind.
19. Bluetooth-Lautsprecher
Bluetooth-Lautsprecher sind ein weiteres einzigartiges Produkt, das personalisiert und online verkauft werden kann. Beispielsweise bietet der Print-on-Demand-Marktplatz Teelaunch mehrere Bluetooth-Lautsprecher-Optionen an, wie den Boxanne-Lautsprecher.
Da sich Druckflächen und Produktvarianten bei technischen Produkten häufiger ändern können, solltest du vor dem Designstart immer den aktuellen Katalog und die Spezifikationen deines POD-Anbieters oder deiner POD-Anbieterin prüfen.
20. Wasserflaschen
Laut einer Untersuchung sind 63 % der Millennials bereit, mehr für nachhaltigere Produkte zu zahlen. Dazu zählen wiederverwendbare Wasserflaschen.
Du kannst Wasserflaschen für Preise zwischen 20 € und 40 € verkaufen. Es gibt viele Arten von Flaschen und Bechern, die du anpassen kannst, von Plastikbechern mit einem Strohhalm bis hin zu isolierten Edelstahlflaschen.
21. Socken
Bedruckte Socken sind eines der beliebtesten Produkte auf Print-on-Demand-Apps – und das aus gutem Grund. Sie sind schnell und einfach zu produzieren. Du kannst viele Stile entwerfen, darunter ausgefallene, modische oder bunte Socken.
Socken eignen sich auch gut als Add-on zu größeren Bestellungen oder als saisonales Geschenkprodukt. Wenn deine Marke eine soziale Mission hat, kannst du dieses Produkt zudem mit einer klaren Wertebotschaft verbinden.
22. Individuelle Puzzles
POD-Produkte ermöglichen es, individuelle Puzzles für Kund:innen zu kreieren, die sie oft als lustige, einzigartige Geschenke für Geburtstage, Feiertage und Jubiläen kaufen. Versuche, eine Reihe von Puzzlegrößen und -schwierigkeiten anzubieten, um unterschiedlichen Fähigkeitsniveaus gerecht zu werden, von einfachen Designs für Kinder bis hin zu komplexen Kunstwerken für Erwachsene.
Plane die Teileanzahl strategisch. Sinnvoll sind etwa einfache Varianten mit 100 bis 300 Teilen, mittlere Varianten mit 500 bis 1.000 Teilen und anspruchsvolle Puzzles mit 1.500 bis 2.000 Teilen für echte Puzzle-Fans. Beachte, dass personalisierte Waren vom Widerrufsrecht ausgeschlossen sein können.
23. Flaggen
Flaggen sind nicht nur für Länder oder Sportteams geeignet. Sie funktionieren auch als günstige, großformatige Deko für WG-Zimmer, Garagen, Festivals, Events oder lokale Communitys.
Für Endkund:innen stehen oft Identität, Fan-Kultur oder lokaler Stolz im Vordergrund. Für Geschäftskund:innen können Flaggen als Eventbeschilderung, Messeausstattung oder gebrandete Promotion-Fläche interessant sein.
24. Geschenkpapier
Geschenkpapier ist besonders stark in der Weihnachtssaison, kann aber auch für Hochzeiten, Geburtstage, Firmenpräsente oder kulturelle Feiertage gestaltet werden. Für Illustrator:innen und Pattern-Designer:innen ist es eine gute Möglichkeit, wiederholbare Muster zu verkaufen.
Da Geschenkpapier meist ein Einwegprodukt ist, solltest du auf Nachhaltigkeit achten. Wenn deine Zielgruppe Wert auf Umweltaspekte legt, prüfe Anbieter:innen mit recyceltem oder FSC-zertifiziertem Papier und kommuniziere diese Eigenschaft klar.
25. Decken
Decken bieten eine große Fläche für Designs und eignen sich gut für Wohnaccessoires, Geschenke und personalisierte Produkte. Möglich sind einfache Monogramme, Muster, Haustierporträts oder Babydecken.
Viele POD-Anbieter:innen führen verschiedene Varianten wie Fleece-, Sherpa-, Web-, Reise- oder Babydecken. Decken verkaufen sich besonders gut im vierten Quartal, können mit der richtigen Positionierung aber ganzjährig funktionieren.
Aufkommende POD-Produkte, die du beobachten solltest
Neben den etablierten Produkten entstehen immer wieder neue Chancen im Print-on-Demand-Markt. Besonders interessant sind aktuell:
- Personalisierte Papeterie und Notizbücher: Journaling, Planung und persönliche Schreibwaren bleiben beliebt. Designs mit Namen, Initialen oder individuellen Covern können sich gut als Geschenk eignen.
- Produkte für Haustiere: Dazu gehören Bandanas, personalisierte Anhänger, Haustierporträts auf Handyhüllen oder Kleidung für Tiere. Haustierbesitzer:innen geben oft gern Geld für individuelle Produkte aus.
- Kerzen: Im Home-Fragrance-Bereich funktionieren Kerzen als Geschenk- und Lifestyle-Produkt. Zwar ist die Personalisierung hier anders als bei Kleidung, aber Labels, Verpackung und Bundles bieten viel Raum für Branding.
Gestaltung deiner Print-on-Demand-Produkte
Dein erstes Print-on-Demand-Design zu erstellen, macht Spaß – und du musst dafür nicht zwingend Designer:in sein. Wichtig ist, dass du die technischen Grundlagen beachtest, bevor du dein Motiv hochlädst.
Erstelle sie selbst
Wenn du die Vision und die kreative Leidenschaft dafür hast, kannst du deine eigenen Print-on-Demand-Designs erstellen. Verwende dafür kostenpflichtige Designsoftware wie Photoshop oder Illustrator oder kostenlose Alternativen wie Photopea, Pixlr und Canva. Dabei solltest du deine Datei als PSD oder transparentes PNG in der höchstmöglichen Auflösung speichern.
Beachte, dass jeder Anbieter bzw. jede Anbieterin kann spezifische Bildabmessungen und -formate verlangen. Die Abmessungen können auch je nach Produkt variieren, für das du entwirfst. Überprüfe dies, bevor du dich in den Designprozess stürzt.
- Dateiformat: Speichere Designs möglichst als PNG mit transparentem Hintergrund, damit keine weißen Rechtecke auf dem Produkt erscheinen.
- Auflösung: Für hochwertige Druckergebnisse sind 300 dpi ein guter Standard.
- Druckfläche: Jedes Produkt hat eine eigene bedruckbare Fläche. Lade die Vorlage deines POD-Anbieters oder deiner POD-Anbieterin herunter, bevor du mit dem Design beginnst.
Sieh dir diese Liste von kostenpflichtigen und kostenlosen Fotoeditoren an.
Stelle jemanden ein
Es gibt einige Möglichkeiten, wie du Freelancer:innen finden kannst, mit denen du arbeiten kannst:
- Freelance-Jobseiten wie Upwork oder Fiverr
- Webseiten, auf denen Künstler:innen ihre Arbeiten und Portfolios veröffentlichen, wie Behance, Dribbble und DeviantArt
- Instagram-Hashtags, die mit Grafikdesigner:innen verbunden sind, wie #GraphicDesigner, #FreelanceDesigner und #GraphicArtist
Die Kosten für die Einstellung von Freelancer:innen variieren je nachdem, mit wem du zusammenarbeitest, ebenso wie die Qualität der Arbeit. Im Allgemeinen gilt: je höher der Preis, desto besser das Design. Aber das ist nicht immer der Fall. Daher ist es wichtig, potenzielle Kooperationen sorgfältig zu prüfen.
Kaufe Designvorlagen
Eine weitere Designoption ist der Kauf einer Vorlage. Vorlagen sind kostengünstig und einfach zu verwenden, jedoch verlierst du durch die Verwendung einer Vorlage wahrscheinlich die exklusiven Rechte an dem Design. Deine Produkte könnten also denen anderer Online-Händler:innen ähneln.
Vorlagen sind eine großartige Möglichkeit, Designs schnell zu erstellen, um sofort verkaufen zu können. Seiten wie Creative Market und GraphicRiver verkaufen verschiedene Arten von grafischen Assets und Vorlagen, die du für alle Arten von Produkten verwenden kannst. Designious und T-Shirt Factory spezialisierten sich beispielsweise auf T-Shirt-Designs, die zwischen 7 € und 25 € kosten.
Verwende einen Produkt-Mockup-Generator
Ein Produkt-Mockup ermöglicht es dir, Produkte zu gestalten und Bilder für Produktlisten zu erstellen, ohne echte Fotos machen zu müssen. Mockups sind eine realistische Darstellung deines Designs, die du in deiner Werbung, deinem Shop und auf deinen Produktseiten verwenden kannst.
Erstelle ein Mockup mit einem kostenlosen Tool, wie diesen T-Shirt-Mockup-Generatoren. Printful und viele andere Print-on-Demand-Partner:innen bieten kostenlose Generatoren an. Webseiten wie Creative Market und GraphicRiver verkaufen Mockup-Vorlagen für alle Arten von Produkten in verschiedenen Stilen und Formaten.
Mit kostenpflichtigen Mockups kannst du kreativer und spezifischer werden. Du kannst Mockups erhalten, um deine Produkte an Modellen, in Lifestyle-Aufnahmen und alleine auf schlichten Hintergründen zu zeigen. Vorlagen kosten zwischen 9 € und 40 €, je nach deinen Bedürfnissen.
Wie du Print-on-Demand-Produkte preislich gestaltest
Ein Nachteil des Print-on-Demand-Modells sind die niedrigeren Gewinnmargen im Vergleich zum Kauf von Produkten in großen Mengen. Lass dich jedoch nicht von niedrigeren Margen abhalten, Produkte auf Anfrage zu drucken. Du kannst deine Produkte dennoch profitabel verkaufen, wenn du deinen Verkaufspreis richtig berechnest.
Dein Gewinn ist die Differenz zwischen dem, was du für dein Produkt verlangst, abzüglich der Kosten des Produkts von deinem Lieferanten oder deiner Lieferantin.
Eine genauere Formel lautet:
Gewinn = Verkaufspreis − (Produktkosten + Druckkosten + Plattformgebühren + Zahlungsgebühren + Versandkosten)
Wenn du also ein T-Shirt für 25 € verkaufst und dein Lieferant oder deine Lieferantin dir 7,50 € für das Produkt plus Druck und Verpackung berechnet, beträgt dein Gewinn 17,50 € – bevor weitere Gebühren wie Zahlungsabwicklung, Versandzuschüsse oder Werbekosten berücksichtigt werden.
Plane zusätzlich Kosten für Musterbestellungen, Retouren, Designsoftware, bezahlte Werbung und mögliche Währungsumrechnungen ein, wenn du international verkaufst.
Häufige Preisstrategien sind:
- Budget-Preisstrategie: niedrige Margen, die stark von hohem Volumen abhängen.
- Mid-Market-Preisstrategie: solide Margen, bei denen noch Raum für Rabatte und Aktionen bleibt.
- Premium-Preisstrategie: höhere Preise, die durch starke Designs, Markenstory und Produktqualität gerechtfertigt werden.
Erfahre mehr zum Thema Preispolitik in unserem Leitfaden.
Wie du Print-on-Demand-Produkte vermarktest
Du bist fast bereit, deinen POD-Shop zu starten. Zuvor ist es jedoch wichtig, einige Punkte zu klären und die Grundlagen für den Start zu legen. Diese To-dos werden dringend empfohlen, wenn du einen erfolgreichen Start hinlegen und ein erfolgreiches Geschäft etablieren möchtest.
Produktseiten helfen dir, dein Produkt zu verkaufen. Zusätzlich brauchst du eine Reihe anderer Seiten in deinem Shop.
Vor dem Start solltest du einige Standardseiten bereit haben:
- Über-uns-Seite
- Kontaktseite
- Impressum (dieses in Deutschland für fast alle Onlineshops Pflicht!)
- Datenschutzerklärung und Allgemeine Geschäftsbedingungen, die du innerhalb von Shopify generieren kannst. Beachte außerdem die Widerrufsbelehrung.
- Seite über Retouren-Richtlinien
- Seite über Versandrichtlinien
- FAQ-Seite, die häufige Fragen und Bedenken deiner Kundschaft anspricht
Es reicht jedoch nicht, einfach einen Website-Builder zu verwenden, um eine Website zu erstellen. Du musst potenzielle Kund:innen auch auf deine Seite lenken. Hier sind einige Ansätze für den Anfang:
Bezahlte Werbung
Bei vielen der bezahlten Werbeplattformen, insbesondere Facebook, kannst du mit nur 5 € pro Tag starten. Die Zieloptionen ermöglichen es dir, hochwirksame Kampagnen einzurichten, die darauf abzielen, deine idealen Kund:innen zu erreichen.
Folgende Konzepte für bezahlte Werbung eignen sich für POD am besten:
- Facebook-Werbung
- Instagram-Werbung
- Pinterest-Werbung und beworbene Pins
- Google Ads, die Suchanzeigen, Display-Anzeigen, Shopping-Anzeigen und YouTube-Anzeigen umfassen
Bezahlte Werbung liefert oft schnelle Rückmeldungen. Du kannst meist innerhalb kurzer Zeit sehen, welche Anzeige Klicks, Warenkörbe oder Käufe ausgelöst hat.
Influencer-Marketing
Influencer-Marketing ist eine erfolgversprechende Marketingmethode – auch für POD-Produkte. Du zahlst Influencer:innen eine feste Gebühr, um dein Produkt für einen bestimmten Zeitraum in ihren sozialen Medien zu posten.
Wähle Creator:innen nicht nur nach Reichweite aus. Wichtiger ist, ob ihre Community zu deiner Nische passt und ob ihre Inhalte glaubwürdig zu deinem Produkt wirken.
Affiliate-Marketing
Affiliate-Marketing ist ein belohnungsbasiertes System, das Partner:innen dazu ermutigt, deine Produkte im Austausch gegen eine Provision zu bewerben.
Du kannst Affiliate-Marketing-Anbieter:innen eine feste Gebühr für jeden Verkauf zahlen, den sie für dich generieren, oder einen Prozentsatz von jedem Verkauf, den sie dir einbringen. Das Tolle am Affiliate-Marketing ist, dass du in der Regel nur dann zahlst, wenn dein Affiliate einen Verkauf für dich generiert.
Es gibt viele großartige Affiliate-Seiten, auf denen du dein Angebot veröffentlichen kannst, wie Awin, oder du kannst dein eigenes Affiliate-Programm erstellen.
Mit Shopify Collabs findest du ganz einfach Creator, die deine Produkte bewerben – so erreichst du neue Kund:innen und steigerst deine Umsätze. Verfolge die Performance direkt über dein Shopify-Dashboard. Beachte, dass Affiliate-Werbung auf Social Media klar gekennzeichnet werden muss.

Content-Marketing
Eine weitere Verkehrsquelle, die du angehen kannst, ist Content-Marketing. Content-Marketing fokussiert sich darauf, wertvolle, relevante und konsistente Inhalte zu erstellen und zu verbreiten, um neue Kund:innen zu gewinnen.
Dies kann Folgendes umfassen:
- Blogartikel auf deiner Website zu posten, die sich auf dein Geschäft oder Produkt beziehen
- Infografiken zu gestalten, die du auf Pinterest posten kannst
- Videos für deinen YouTube-Kanal zu erstellen
- Konsequent auf deiner Instagram- und Facebook-Seite zu posten
- Einen eigenen Podcast zu starten, der auf deinen Zielmarkt ausgerichtet ist
Obwohl Content-Marketing zunächst möglicherweise nicht viel Verkehr und Verkäufe generiert, unterstützt es deine anderen Marketingbemühungen. Im Gegensatz zu bezahlter Werbung funktioniert Content-Marketing am besten über einen längeren Zeitraum – Konsistenz und Engagement sind der Schlüssel.
Herausforderungen bei Print-on-Demand
Print-on-Demand senkt das Einstiegsrisiko, ist aber kein Selbstläufer. Viele POD-Produkte liegen in stark umkämpften Kategorien. Das Produkt allein sorgt daher selten für Sichtbarkeit – deine Marke, dein Design und dein Marketing machen den Unterschied.
Abhängigkeit von Anbieter:innen
Da Produktion und Versand über Drittanbieter:innen laufen, können Qualität, Lieferzeiten und Verpackung variieren. Bestelle Muster, prüfe Bewertungen und beobachte regelmäßig, ob dein:e Anbieter:in zuverlässig bleibt.
Niedrigere Gewinnmargen
Im Vergleich zum Einkauf großer Mengen sind die Stückkosten höher. Um trotzdem profitabel zu sein, brauchst du starke Designs, eine klare Markenpositionierung und Preise, die alle Kosten abdecken.
Mehr Wettbewerb
Print-on-Demand ist leicht zugänglich. Dadurch gibt es viele Shops mit ähnlichen Produkten. Hebe dich durch eine klare Nische, wiedererkennbare Gestaltung und spezifische Zielgruppenansprache ab.
Längere Lieferzeiten
Da Produkte erst nach Bestellung gedruckt werden, kommt zur Versandzeit noch Produktionszeit hinzu. Kommuniziere geschätzte Lieferfenster klar auf Produktseiten und im Checkout. Bei Feiertagen, Streiks oder Wetterproblemen helfen temporäre Hinweise im Shop.
Begrenzte Individualisierung
Nicht jedes Produkt lässt sich beliebig anpassen. Manche Druckverfahren erlauben keine exakte Farbabstimmung, und Druckflächen können begrenzt sein. Kenne den Katalog deiner Anbieter:innen genau, bevor du Kund:innen bestimmte Ergebnisse versprichst.
Die Zukunft von Print-on-Demand
Da KI-Bildgeneratoren und Bearbeitungstools sich immer weiterentwickeln, eröffnen sie aufregende Möglichkeiten für Print-on-Demand-Unternehmen. Diese Tools produzieren eine Vielzahl von visuellen Inhalten, mit endlosen Kunststilen und Themen.
Bevor du jedoch KI in dein Design-Toolkit aufnimmst, ist es wichtig, die rechtlichen Rahmenbedingungen rund um KI-generierte Bilder zu verstehen. Derzeit sind die Regeln darüber, wie du mit KI-erstellter Kunst, wie dem Verkauf von KI-verbesserten Print-on-Demand-Produkten, Geld verdienen kannst, noch nicht vollständig geklärt.
Dennoch erlauben KI-Kunstplattformen wie Midjourney den Ersteller:innen, ihre Bilder kommerziell zu nutzen, solange sie die vollständigen Nutzungsbedingungen einhalten und ein kostenpflichtiges Abonnement haben.
Wenn du die kommerziellen Rechte an den Bildern hast, die du auf einer KI-Plattform erstellst, kannst du in Betracht ziehen, diese Technologie in dein Geschäft zu integrieren – beispielsweise bei der Erstellung von maßgeschneiderten Designs oder der Automatisierung von Designvariationen.
Ein weiterer Zukunftstrend ist Co-Creation direkt auf der Produktseite. Kund:innen können Namen eingeben, Fotos hochladen, Layouts auswählen und sofort sehen, wie das fertige Produkt aussieht. Für POD-Shops kann das die Conversion Rate verbessern und Rückfragen reduzieren.
Auch Nachhaltigkeit wird wichtiger. Made-to-order-Produktion ist strukturell weniger verschwenderisch als klassische Massenproduktion. Wenn deine Anbieter:innen zusätzlich lokale Produktion, nachhaltigere Materialien oder recycelbare Verpackungen bieten, kann das ein starker Unique Selling Point sein. Beachte jedoch aktuelle Gesetzesänderungen gegen den unlauteren Wettbewerb, die Greenwashing durch klare Belege der Nachhaltigkeit verlangen.
Fazit: Beginne, deine Print-on-Demand-Produkte zu verkaufen
Ein weiterer großartiger Aspekt von Print-on-Demand ist, dass jeder damit anfangen kann. Es spielt keine Rolle, ob du völlig neu im E-Commerce-Business oder nicht technikaffin bist. Print-on-Demand-Produkte sind ein großartiges Geschäftsmodell für Anfänger:innen. Alles, was du tun musst, ist, dich auf einer E-Commerce-Plattform anzumelden, ein paar Designs zu erstellen und sie in deinen Shop hochzuladen.
Konzentriere dich auf Produkte, die Besuchertraffic und Verkäufe anziehen. Setze zudem deine Gewinnmargen hoch genug, damit du ein Budget für Werbung hast. Es wird einige Zeit dauern, um genau zu lernen, welche Designs und Produkte zu deiner Nische passen. Sei geduldig, teste mehrere Ideen und lerne aus dem, was für dich nicht funktioniert hat. Und am wichtigsten: Have fun!
Häufig gestellte Fragen zu Print-on-Demand-Produkten
Wie viel kostet es, ein Print-on-Demand-Geschäft zu starten?
Die Kosten für den Start eines Print-on-Demand-Shops sind im Allgemeinen niedrig, da kein Inventar im Voraus gekauft werden muss. Die Hauptausgaben umfassen die Erstellung einer Website und erste Marketingbemühungen. Beginne, indem du einen Online-Shop mit der kostenlosen Testversion von Shopify erstellst.
Wie startest du ein Print-on-Demand-Unternehmen?
Richte eine E-Commerce-Website ein. Finde gefragte Produkte, die du verkaufen kannst. Erstelle Designs für die Produkte. Baue das Produkt in einer App wie Printful oder Printify. Lade es in den Produktkatalog deines Shops hoch. Vermarkte deinen Shop.
Verwendet Etsy Print-on-Demand?
Etsy erlaubt es, Print-on-Demand-Produkte zu verkaufen. Produkte müssen jedoch von Hand hergestellt oder entworfen werden. Verkäufer:innen müssen Druckpartner:innen offenlegen, mit denen sie zusammenarbeiten, um über POD auf Etsy zu verkaufen.
Was sind die meistverkauften Print-on-Demand-Produkte?
Zu den meistverkauften Print-on-Demand-Produkten gehören häufig Bekleidung wie T-Shirts, Hoodies und Babykleidung, außerdem Tassen, Trinkgefäße, Poster, Wandkunst, Handyhüllen, Papeterie und saisonale Geschenkartikel. Besonders gut funktionieren Designs für klare Nischen, lokale Interessen, Hobbys oder bestimmte Events.
Ist Print-on-Demand profitabel?
Ja, Print-on-Demand kann profitabel sein, wenn du deine Preise richtig kalkulierst und alle Kosten berücksichtigst. Dazu zählen Produkt- und Druckkosten, Versand, Plattformgebühren, Zahlungsgebühren, Werbung und Musterbestellungen. Viele Shops erhöhen ihre Margen durch Bundles, Personalisierung, limitierte Drops oder den Verkauf über den eigenen Onlineshop.
Ist Print-on-Demand gut für Anfänger:innen?
Oft ja. Print-on-Demand ist für Anfänger:innen attraktiv, weil du keine Ware vorfinanzieren und kein Lager verwalten musst. Du kannst mit wenigen Designs starten, testen, welche Produkte dein Publikum kauft, und dein Sortiment Schritt für Schritt ausbauen.












